WIMA in BORCULO (NL) 2004
vom 2.8. - 8.8.2004 – von Monika Greiderer –



Und schon wieder eine ganz andere WIMA! Eigentlich sollte frau keine auslassen, denn jedes Mal ist die WIMA wieder neu, wieder spannend und eben immer wieder anders schön.

Trotz des relativ schlechten Sommers 2004 hatten die Holländerinnen wohl einen guten Draht Sunny place zu den Göttinen, da es die ganze Woche einschließlich An- und Abfahrt nur Sonnenschein gab. Das ist sowieso schon die „halbe Miete“ für ein gelungenes Treffen und auch der Platz im südlichen Holland, nähe Enschedde war gut gewählt. Ein schönes Gasthaus mit Biergarten das einer großen Zeltwiese vorgelagert war, diente als Austragungsort für die diesjährigen Spiele. Nur musste frau schnell sein, um sich die wenigen Schattenplätze entlang des mit Hecken umrahmten Geländes zu sichern. Wer dies nicht schaffte, dem blieb immer noch der nahe gelegene See um sich abzukühlen. Neben den 250 Teilnehmerinnen (davon 130 deutsche Frauen) waren leider auch ziemlich viele ungeladene Gäste da – eine Hundertschaft von Wespen wollte auch mitspielen. Wir haben dann sofort das Spiel: – wie viel Bier kann eine Wespe trinken – gespielt und so ging es dann auch mit nur vereinzelten Stichen ab.

Wirklich lusrig Fahnen stechen waren dieses Jahr die Spiele die sich die Holländerinnen mit ihrer neuen Chefin Eus Manz einfallen haben lassen. Es wurde auf einem Tandem nach Länderfahnen gestochen – auf einem Kurs traten 2 Teams an, eine fuhr, die andere spießte auf und ich wäre bald aufgeschnappt, weil ich die viel leichtere Hilde vorne sitzen ließ.. Weiterhin musste auch mit dem Rad auf Zeit ein Feld überquert und in der Mitte ein pappsüßer Lebkuchen von einem Faden geknabbert werden, der an Weihnachten sicher gut geschmeckt hätte. Es wurde Seil gezogen, ein Wasserbecher auf dem Kopf mit dem Fahrrad ans andere Ende der Spielwiese gefahren, um im 4-er Team möglichst viel Wasser zu sammeln – schönes Spiel – Berieselung inklusive! Es gab auch noch ein Geschicklichkeitsfahren mit dem eigenen Motorrad – war ganz leicht, nur die Aufregung brachte halt doch so manche Minuspunkte ein.

Aber was bei all diesen Spielen immer das Schönste ist – alle schauen zu, lachen, feuern an, lernen sich kennen, plaudern und so entsteht eine ganz tolle, friedliche und heitere Atmosphäre, die es so eben nur auf der WIMA gibt! Klooteschieten

Mir persönlich hat das „Klooteschieten“ am besten gefallen. Ist ein alter Volks„Sport“ wo 2 Teams je eine handgroße Kugel über eine längere Strecke (hier ca. 3 km) abwechselnd werfen und welche Gruppe als erstes das Ziel so erreicht hat, hat gewonnen. Leider haben es die Holländerinnen nicht ganz original gemacht, so wie dieses Spiel normaler Weise gespielt wird: von Männern, sonntags auf den Deichen und die ziehen dann immer einen Handwagen mit Bier hinter sich her – wir hätten uns darüber auch sehr gefreut, aber dennoch war es eine sehr gute Idee!

Hot, hotter, the hottest WIMA Die Rallye sollte zuerst über 260 km auf kleinsten Sträßchen durch die Umgebung gehen, wurde dann nach Protest auf 160 km verkürzt und so wirklich von keiner Frau ganz gefunden. Aber so ist das halt nun mal in Holland und zum Fahren war es eh’ zu heiß! Schön war der Donnerstag, wo es zu einem großen Park mit Museen und Gratis-Fahrrädern ging und allen sehr viel Spaß gemacht hat.

Das einzig wirklich Traurige waren die Getränkepreise – egal ob Bier oder Wasser, ein 0,4 Liter Becher kostete immer 3 EUR – was natürlich zu einem Ausverkauf in den Supermärkten führte, es aber schon wieder spannend machte, welche noch ein kaltes Getränk ergatterte, denn die Nächte waren lau und lang. Hier möchte ich an unsere „Chefinnen“ appellieren, sich wieder daran zu erinnern, dass günstige Getränkepreise auf jeder WIMA Priorität haben sollten!

Schmeckt nich - gibt's nich
Das Lokal wurde einem geselligen Beisammensein bei Lagerfeuer und Gitarrenklängen vorgezogen, die Frauen kochten die tollsten Gerichte zusammen und so gab es auch am Abend immer wieder neue Bekanntschaften und wieder einmal eine richtige Zelt-WIMA. Die angebotene Disco wurde erst zu später Stunde genutzt, da es einfach zu heiß und auf dem Platz viel romantischer war.

Nicht nur unsere Verena, die den besten deutschen Abend bisher, mit viel Information und Gespür geleitet hat bekam viel Beifall. Auch die Schweizer Damen, die am 1. August und ihrem Staatsfeiertag ein tolles Feuerwerk machten, und ihre alpenländischen Lieder vortrugen, ernteten heftigen Applaus – Die können wirklich sehr gut jodeln, diese Schweizerinnen – und nicht nur das!

Ansonsten haben wir noch gelernt, dass in Holland die Radfahrer schneller fahren als die Auto-Fahrer und absolute Vorfahrt haben. Überall gibt es schöne Radwege und nette Menschen wie auch Einkehrmöglichkeiten, nur The Ladies arriving - a little late kochen sollte frau wirklich selbst!

Insgesamt war es bewundernswert, was das junge Team der Holländerinnen, das sich aus internen Gründen erst zu einem sehr späten Zeitpunkt für die Organisation der WIMA 04 zusammenfand, alles aufbot, damit es eine schöne und gelungene Woche wird. Sehr originell war auch die persönliche Einladung zum Abschlussabend, wo 3 Frauen toll gekleidet über den Platz schwebten um die Frauen abzuholen.

Well done, liebe Holländerinnen, und vielen Dank für das schöne Treffen!

Wir können uns alle auf das nächste Treffen in Südschweden freuen, zu dem die Schwedinnen mit fetziger Musik und tollen Dia-Bildern einluden.
Sie haben auch versprochen, die Bierpreise so günstig wie möglich zu halten!