WIMA in Dorset, England
vom20.7. - 26.7.2003 – von Monika Greiderer –



Was bewegt eine Frau aus München dazu in sengender Hitze (um die 40 Grad) über flirrenden und kurz vor der Auflösung begriffenen Asphalt 1.350 km in nur 2 Tagen über Belgien Frankreich und weiter bis nach England zu fahren? Noch dazu, um dann genau eine Woche später die gleiche Strecke bei strömendem Regen und Hagel-schauern inkl. Schneepflugeinsatz erneut auf sich zu nehmen? – DIE WIMA!!

Bis zum heutigen Tag hat keine andere Veranstaltung so viel Anziehungskraft, macht so viele unterschiedliche Frauen und Nationalitäten für eine Woche zu einer großen Familie und knüpft neue, weltweite Freundschaften! Von den 237 Teilnehmerinnen kamen dieses Jahr 120 aus Deutschland.

Für sie alle hat sich jeder Schweißtropfen und jede Regenperle vom beschlagenen Visier dafür gelohnt, denn es war eine wunderschöne und harmonische WIMA 2003.

%Uuml;ber einen zugewachsenen Hohlweg ging es auf das großzügige Gelände des Hook-Courts. The old Manorhouse Die ehemals herrschaftlichen Gebäude wurden von diversen Frauen als Unterkunft genutzt, da dem Zelten die meisten nicht so ganz vertrauten. Das große Ritterzelt mitten auf einer grünen Wiese, ausgestattet mit edlen Kronleuchtern – Stil haben sie ja diese Engländerinnen – wurde für die gemeinsamen Veranstaltungen genutzt. Doch auch die wenigen Mutigen die ihr Zelt aufgestellt hatten, wurden mit viel Sonne belohnt und sind erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag „baden“ gegangen. Für die letzte Nacht sind dann einige von ihnen in die Zimmer übersiedelt, was bei der allgemeinen Frauensolidarität auch kein Problem war.

Gleich am Montag ging es los mit lustigen Teamspielen (mit Nationenwertung), wobei eines der hinter(n)listigsten das Spiel mit der (Stoff)-Ratte war. Sie sauste blitzschnell durch ein Abflussrohr und die Frauen mussten sie beim Austritt mit einem Brett treffen. Leider wurden keine Haltungsnoten vergeben! Die Fossilien-Wanderung in Charmouth an der Küste war ein Erlebnis für sich. Bei durch die Gischt getränktem Sonnenlicht wühlten die Frauen zwischen Steinen und Sand nach versteinerten Schnecken und Muscheln und viele wurden auch fündig.

Die traditionelle Orientierungs-Rally am Dienstag führte durch wunderschöne, Endlose Küste hügelige Landschaft und vertiefte den Eindruck, dass gerade Südengland wirklich eine Reise wert ist. Well done, Ladies, wir haben uns kaum verfahren! Das von Verena organisierte und aus der WIMA-Kasse finanzierte Fischessen für den deutschen Abend ließen sich die Frauen nach so viel Frischluft besonders gut schmecken! Auch das Begrüßungs- und Abschiedsessen war überraschend lecker!

Am nächsten Tag gab es weitere Spiele auf dem Platz und einen köstlichen, traditionellen „Cream Tea“ von den Frauen aus Hook, natürlich wieder stilecht serviert! Bei so viel Stil ist dann leider manchmal das Bier bereits um 22,00 Uhr ausgegangen D'Resi aus Bayern was aber für einen klaren Kopf am Morgen sorgte! Am Donnerstag konnten dann noch neue BMW-Modelle ausprobiert werden und eine Busfahrt zu den Sehenswürdigkeiten: Forde Abbey oder Sherborne Castle gemacht werden – wobei die Frauen fast mehr von der Blumenpracht schwärmten als von den wirklich schönen und historischen Gebäuden. Die beiden lustigsten Abende waren eindeutig der „Nationalitäten-Tag“ wo von den anwesenden Frauen spontan Kultur aus dem jeweiligen Land dargeboten wurde.
Die deutschen Frauen waren gleich mit mehreren Beiträgen vertreten und wir Bayerinnen haben den guten Brauch des „Fensterlns“ wieder aufleben lassen! Da freuten sich die Ladies: „very well done“ und klasse Stimmung wie auf der „Wies’n“!
Ein ganz großer Erfolg war auch der Square-Dance-Abend – für die Bauchmuskeln sowie auch die Beinmuskeln!

Da die Engländerinnen wohl Spiele aller Art mögen, gab es am Freitag noch Lose und eine Tombola, dessen Erlös an Sheonagh ging, die bisherige Floh Internat. Präsidentin. Sie hat ihr sehr gut gemachtes Amt leider niedergelegt, um künftig Frauen Verena und Kindern in Indien zu helfen. Bravo! Unsere Floh hat am Abschlussabend in ihrem edlen „kleinem Schwarzen“ gestrahlt und es so richtig genossen, nur noch unterstützend tätig zu sein. Sie war rundum zufrieden mit dem WTM München und der neuen Präsidenetin Verena.

Es war alles in allem wieder eine ganz andere WIMA, etwas ruhiger, etwas stilechter, eben englischer. Und es war eine wunderschöne WIMA, die zu genießen einfach jeder einzelne Anfahrtskilometer wert war!